Scala #40 – Frida Lou

Ein Abend voller Überraschungen

Frida Lou ist seit 3-4 Jahren mit dem Schreiben eigener Lieder beschäftigt. Ihr erster Auftritt als Opener beim Wohnzimmer Open Air 2014 liegt schon zweieinhalb Jahre zurück. Zwischenzeitliche Reisen, Ausbildung und damit verbundene verschiedenste Einflüsse ließen den künstlerischen Output kontinuierlich ansteigen. All dies kulminierte im September 2016 in der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Struggle“. Vorausgegangen waren Wochen und Monate des Einspielens und Einsingens. Am Ende repräsentieren 5 Songs mit Gitarre und Gesang sowie mit „Odio“ als Abschluss der EP ein perkussives Lied die EP.

Die Überraschungen begannen mit dem Soundcheck, als auf einmal ein Freund der Künstlerin klingelte und nicht nur ein Mikro vorbeibringen wollte (wie ursprünglich angekündigt) sondern damit begann, ein Schlagzeug aufzubauen. Die ersten Proben zum Einstellen der Pegel ließen Großes ahnen.

Kurz nach 20 Uhr war die Scala fast überfüllt, immerhin hatte noch fast jeder und jede einen Sitzplatz. Es begann ein aus 2 Teilen bestehendes 90-minütiges Set mit einigen Überraschungen in der Liedauswahl. Natürlich waren darin alle Titel der EP enthalten, ebenso aber auch 2 neue Songs sowie unveröffentlichte Lieder und zwei Medleys.

Johni am Schlagzeug war für Frida Lous Musik eine Bereicherung, so einfühlsam hatte er sich vorab in die Musik eingehört und eingespielt. Er erweiterte damit die Klangwelt der Songs von Frida Lou um einige Breiten- und Längengrade. Unterschiedliche Stimmungen erzeugten auch die verschiedenen Gitarren und die Loopstation sowie die Ukulele, die im Laufe des Abends zum Einsatz kamen. Natürlich war der Klassiker „Remember“ für den Scala-Chor dabei und ebenso die Medleys, die für die junge Generation gedacht waren. Nach der Pause gab es ein kurzes Ständchen zum 40. Jubiläumskonzert in der Scala, bevor es mit dem Titelsong der EP in die 2. Runde ging. Genauso kam auch „His Mind“ als der Tanztitel schlechthin, für ihn war nur der Raum an diesem Abend etwas zu begrenzt.

Und als nach 85 Minuten Schluss sein sollte, verabschiedete sich Frida Lou nach kurzer Aufforderung des Publikums mit den Zugaben und präsentierte die perfekte Zusammenfassung und Klammer des Abends. Mit „Wherever You Go“ spielte sie ihren ersten überhaupt geschriebenen Song und mit „The Ocean I“ ihren jüngsten, soeben geschriebenen, welcher die Gäste schon in Vorfreude auf ein folgendes Album in die Nacht entließ.

Webseite: http://frida-lou.com

Setlist

01. Bury The Birds

02. His Mind

03. The Needle Song

04. Behind

05. Track Of Joy

06. Medley II

07. Remember

08. Happy 40

09. Struggle

10. Marietta

11. Out Of Reach

12. Medley I

13. Odio

14. Wherever You Go (Z)

15. The Ocean I (Z)