Scala # 46 – Apples in Space

Im September 2015 waren APPLES IN SPACE mit ihrem Debütalbum bereits in Bandbesetzung bei uns zu Gast und haben uns einen umjubelten Abend beschert. Damals haben wir sie entdeckt auf Tour mit Element of Crime und seitdem ins Herz geschlossen. Inzwischen sind füllen sie Clubs in ganz Deutschland. Daher war ich sehr stolz, dass die Berliner mit ihrem neuen Album im Gepäck extra für das Scala-Konzert nach Adorf gekommen waren. Und es sollte ein weiterer umjubelter Abend vor vollem Hause werden. In Windeseile waren das Auto entladen, die Bühne aufgebaut und der Soundcheck absolviert. Es blieb noch etwas Zeit für Kaffee und Kuchen, dann füllte sich die Scala bereits und wieder mussten die Bierbänke zusätzlich aus dem Keller geholt werden.

Wie schon vor wenigen Wochen in Leipzig begann die Band ihren Abend mit Songs vom ersten Album mit Ophelia als Opener. Ich hatte noch die Setlist von Leipzig und gab sie Phil als Gedankenstütze, die dann um 1-2 Lieder ergänzt zu einem der längsten Sets der Apples wurde.

Es folgten I was the moon, The old man and the country, Vespa bevor mit Shame die neuen Songs an die Reihe kamen. Wieder ergab sich diese Reihenfolge als sehr spannungsreich für diejenigen, die die Alben kennen, da sich so die Erwartung auf die neuen Lieder steigerte. Gleichzeitig wachsen die älteren Songs am Spiel der Band und so klingt das ganze Set am Ende wie aus einem Guss. Frische und abwechslungsreiche Arrangements sorgten ebenso wie die Dramaturgie des Abends für anhaltende Spannung im Publikum. Das ist einfach ganz großes Kino, wie Jonathan nach dem ersten Drittel zu The house is empty now vom Schlagzeug zu den Tasten wechselt und Phil und Julie dann ein akustisches Set abliefern, um dann mit Upon this wave den Abend in kompletter Band souverän und ansteckend nach Hause zu spielen. Was zurückblieb waren Begeisterung und verzückte Blicke, was begann war eine lange Nacht an den Lagerfeuern der Seelen.

Als Phil, Julie, Janusz und Jonathan am Sonntag nach Hause fuhren, war es fast ein bisschen, als wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen. Das Schöne an dieser Idee ist, dass sie ganz sicher mal wiederkommen.

Webseite: apples-in-space.com